Soo, endlich wieder zuhause angekommen, nachdem ich um 8 Uhr das Haus verlassen habe. Es war ein aufregender Tag, einiges ist nicht so gelaufen wie ich es mir gewünscht hätte, aber dazu noch mehr.
Heute fand in Jena auf dem Seidlparkplatz ein Nazifest statt. Es es wurde zwar nich verhindert, aber es konnte dennoch beachtlich gestoert werden. Aber der reihe nach.
Heute morgen ging es um 9 Uhr von Jena Alt-Lobeda, ein Nazinest, richtung Oberaue (in Jena-Paradies) wo die Hauptkundgebung stattfinden soltte los. Wir marschierten von Ortsmitte los machten am braunen Haus, eine Unterkunft fuer Nazis und Verbreitungsort von faschistoiden und kranken Gedanken, halt und gingen dann weiter an der B88 entlang. In der Oberaue war eine grosse Buehne mit einigen Fressbuden aufgebaut. Dort wurde Musik gemacht und wohl einige Reden geschwungen. Ich hab davon allerdings nicht mehr viel mitbekommen, da wir dann so ziemlich direkt zur B88 gegangen sind und mit 1000 anderen Menschen eine Sitzblockade machten. Dies war erstmal sehr beachtlich allerdings spalteten sich dann relativ schnell einige ab um in der Woelnitzer Strasse auch eine Sitzblokade zu veranstallten um dem braunen Block die zufahrt zu ihrem Fest zu verhindern. Dies funktionierte auch sehr gut, sogar so gut, das die anwesenden Polizisten den Kessel aufgegeben haben und nur noch in richtung Stadteinwaerts den Weg bewachten. Als auch diese Polizisten sich entfernten wurden sehr grosse Barrikaden errichtet, was ich persönlich sehr gut fand aber sich spaeter auch als Problem herrausgestellt hat. Dann ging es Richtung Arbeitsamt um dort den Menschen bei der Blokade zu helfen, hier hatten sich schon einige traurige Ereignisse abgespiel, so wurde Traenengas eingesetzt und einige Nazis wurden brutal durchgeknueppelt. So wurde nun vor dem Arbeitsamt versucht hier und da die Nazis am durchmarch zu hindern. Hier ist dann auch mein erster Kritikpunkt und zwar das alles etwas unorganisiert war und alles etwas kaotisch herumgerannt ist und vorallem das das Nazipack durch die Woelnitzer Strasse ihr Notstromaggregat mit noch 100 Leuten transportieren konnten. So hatten die Nazis nun ihren Strom und konnten ihr Fest beginnen, aber immerhin erst mit deutlicher verspaetung. Geplant war 11 Uhr beginn, der Generator schafte es aber erst gegen 15 Uhr auf den Platz, so hatten die braune Scheisse immer noch 4 viel zu lange Stunden. Nun folgten hier und da ein mehr kleinere Scharmuetzel aber nichts ernsthaftes passierte. Mir wurde auch zugetragen das die Antifas in der Stadtmitte jagd auf Glatzen machten. Dann passierte eine zweite sehr denkwuerdige Sache. Im Ticker der Antifa stand aufeinmal das um 17:30 auf dem Holzmarkt eine kleine Kundgebung sei und dann gemeinsam wieder zurueck gegangen wird. Das ganze entpuppte sich irgendwie als ziemlich grosse Nullnummer da wir danach dann einmal quer durch die Stadt von den Nazibeschuetzer getrieben wurden. An der Ecke Fuerstengraben Loebdergraben loeste sich dann die Veranstaltung auf und alle gingen auf eigene Faust Richtung Paradiesbahnhof. Dort wurden dann auch schon einige Nazis zum Bahnhof eskortiert um von dort abzureisen. Sie wurden lautstark mit Parolen wie «Eure Kinder werden so wie wir.» oder «Eure Eltern waehlen DKP.». Gegen acht Uhr bin auch ich dann weg als die letzten Nazis mit den Zuegen davon geschafft wurden.
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over and out..
